ENGAGEMENT DER TERRA EXPLORA AGENTUREN

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Jedes Mal, wenn eine Person von einem Land in ein anderes reist, treffen zwei Welten aufeinander. Wir sind jedoch immer nur Gäste und die Länder, die wir besuchen, sind unsere Gastgeber. Das Vergnügen, das wir bei einer Reise empfinden, beruht dabei auch auf der Balance dieser delikaten Beziehung. Es gibt zahlreiche Arten zu Reisen und unterschiedliche Herangehensweisen, andere Umgebungen zu verstehen, aber wir hinterlassen unvermeidbar unsere Spuren. Diese können herzlich, generös, diskret oder auch bedrohend sein – aber immer unumstößlich.
Aufgrund dieses Wissens haben wir folgende Politik aufgestellt:

* Unsere Manager und Teams sind durch ihre Arbeitsverträge dazu gebunden, die Leitlinien des verantwortungsbewussten Tourismus zu respektieren.
* Respekt vs. und via den Anbietern, Kunden, Mitarbeitern und den Menschen, denen wir entlang der Reise begegnen.
* Respekt vor der Umwelt (vor allem in Bezug auf Abfallmanagement).
* Respekt und Instandhaltung von Materialien und Ausrüstung.
* Qualifikationen (Sprachkurse, IT, Kochen, Erste Hilfe).
* Höhere Gehälter als normalerweise auf lokaler Ebene üblich wenn diese als nicht fair eingestuft werden. Vor allem in Bolivien werden den Fahrern, Führern und Büroangestellten ca. 30% mehr bezahlt als es die Norm ist.
* Alle Arbeitsgeräte und –ausstattungen zeugen von einer hohen Qualität (Zelte, Transportmittel, etc.).
* Bonusse (Führer, Fahrer, Manager, Angestellte) werden in Übereinstimmung mit finanziellen Ergebnissen und dem Niveau der Zufriedenheit unserer Kunden ausgezahlt.
* Teilnahme an lokalen Entwicklungsprojekten (s. unten).

… Konkretere Informationen zu jedem Zielgebiet …

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TERRA ANDINA BOLIVIE

* Gehälter

* Gehalt eines englischsprachigen Führers: 50.- $US / Tag
* Gehalt eines englischsprachigen Fahrers mit Fahrzeug: 100.- $US / Tag
* Gehalt eines Kochs während einer Tour: 20.- $US / Tag
* Gehalt eines ausgebildeten Bergführers: 70.- $US / Tag
* Gehalt eines Gepäckträgers in den Bergen: 10.- $US / Tag
* Gehalt eines Mulitreibers: 3.- $US / Tag
* Miete eines Mulis: 7,- $US / Tag (der Mulitreiber ist der Eigentümer eines Mulis / ein Muli ist ca. 40.- US$ wert). Generell hat ein Mulitreiber ca. 5 Mulis zur Verfügung und die tägliche Bezahlung ist im gesamten praktisch ein Muli wert.
* Wir haben ein Muli - Rotationssystem in Kollaboration mit den Gemeinden in den Königlichen Kordilleren aufgebaut. Während der Überquerung der Anden wird jeder Teil eines Programmablaufes von unterschiedlichen Gemeinden durchgeführt. Folglich erhält jede Gemeinde den direkten Gewinn einer jeden Gruppe, die ihr Land durchquert.

Aktivitäten in den respektiven Ländern

* 2005 wurde das erste Treffen südamerikanischer Bergführer in La Paz mitfinanziert.
* 2005 wurde ein Gesundheitssystem in vier Gebieten in den Anden mitfinanziert.
* 2004 und 2005 wurde an der Erstellung von diversen Tourismusprogrammen und Regulierungen in den Bergen, welche von BID und Swiss Contact finanziert wurden, teilgenommen.
* 2004 wurde die Reinigung des Basiscamps des Huayna Potosi mitfinanziert.
* 2004 wurde jeder Gemeinde der Mulitreiber in den Königlichen Kordilleren ein Messzelt gegeben.
* 2003 wurde ein Photobuch mit Bildern von Serge Vincenti herausgegeben. Ein Teil der Einnahmen wurden eingesetzt, um einen Schreinerei-Workshop in dem Gefängnis von Potosi zu finanzieren.
* Von 2003 bis 2005 betreute Terra Andina Bolivia den Entwurf des „Petit Futé Bolivien“ (französischer Reiseführer). Einige direkte Kontakte (Führer, Mulitreiber) wurden in dem Führer integriert. Dies ermöglichte ihnen den Eintritt in den internationalen Markt (lokaler Trekking- und Kurztourenmarkt).
* 2004 und 2005 wurden 50% eines Französischkurses für 12 Führer und Fahrer von 4-Radantrieb Geländerwagen finanziert.
* Seit 2003 wurden Erste Hilfe Kurse für ungefähr 40 Führer und Fahrer (4-Radantrieb) organisiert.
* Seit 2003 wurde für 20 Führer und Fahrer ein Kochkurs organisiert.

Über mehrere Jahre hinweg hat Terra Andina Bolivien die Ausstattungen von Führern und Mulitreibern in den Königlichen Kordilleren mit persönlicher Ausrüstung unternommen (Schlafsäcke, Polarjacken und Bergschuhe).

TERRA ANDINA PEROU

* Gehälter

- Die Vereinigung der Kulturführer spielt eine wichtige Rolle in Peru. Dieser Sektor wird zunehmend reguliert mit dem Ziel, professionelle Arbeitnehmer im Bereich Tourismus zu schützen. Denn diese sind oft Opfer katastrophaler Gehälter. Diese Normen werden von uns nicht auf die leichte Schulter genommen: wir respektieren sie und beobachten sie genau.
- Bezüglich Gehälter sind fixe Beträge je nach Region eingeführt. Die Entlohnung für einen Arbeitstag variiert, entsprechend der Anzahl der Kunden, für die der Führer verantwortlich ist, zwischen 45,- und 100.- US$ / Tag. Wir respektieren diese fixen Beträge.
- Es gibt wenig bzw. kaum eine Regulierung für Trekkingführer. Unsere Entlohnung erreicht ein Minimum von 50.- bis 60.- US$ / Tag, plus die Ausgaben für einen Führer bzw. einen französisch sprechenden Führer. - Die Mulitreiber erhalten (mit einem Muli) ein Gehalt von 13.- US$ / Tag, der Chef der Mulitreiber 15.- US$ / Tag, ein Koch 20.- US$ / Tag und ein Kochassistent 15.- US$ / Tag.
- Zusätzliche Arbeit und Ausgaben, die vor Beginn der Touren (Vorbereitung der Ausrüstung, Anfahrt zum Ausgangspunkt der Tour) und nach der Tour anfallen (Reinigung und Aufbewahrung der Materialien) werden von uns entlohnt.
- Für uns ist es wichtig, die Führer sofort auszuzahlen, nachdem sie uns ihren Service zur Verfügung gestellt haben.

* Qualifikationen der Führer
- Die Mehrzahl der „Kultur“- Führer, die mit uns zusammenarbeiten, sind offizielle Führer; sie haben entweder ein 4-jähriges tertiäres Studium an einer staatlich anerkannten Institution abgeschlossen oder einen Abendkurs an der Fakultät für Tourismus beigewohnt. Diese zwei Studienrichtungen werden mit einem Diplom als offizieller Touristenführer anerkannt.
- Dabei ist die Frage nach einem offiziellen Trekkingführer ist eine ganz andere, da keine Vorschläge zur Einführung von Qualifikationen für diese Aktivität existieren. Deswegen begannen wir aus eigener Initiative, 2004 einen Kurs für einige Führer in der Alliance Francaise zu finanzieren sowie 2005 Erste Hilfe Kurse, die gemäß unseren Anforderungen organisiert wurden, einzuführen. 2005 haben wir dies weitergeführt und unsere Vorschläge bezüglich dem Thema „Qualifikationen“ intensiviert.

Das Projekt Titicacasee: Die Gemeinde Llachon
Llachon ist ein Indianerdorf auf der Halbinsel Capachica an den Ufern des Titicacasees, das ungefähr 1 ½ Stunden von Puno entfernt ist. Im Gegensatz zu anderen bekannteren Orten in der Region (vor allem Taquile, Amantani oder die Uros-Inseln) blieb diese Region von der Reiseleidenschaft der Touristen unberührt, und dementsprechend fielen auch wirtschaftliche Gewinne aus.
Einer der Dorfobersten des Dorfes der Familie Felipe Ticona hat uns auf ihre Isolation aufmerksam gemacht. Im Mai 2003 haben wir uns dazu verpflichtet, eine Partnerschaft im Rahmen eines Entwicklungsprojektes mit der lokalen Gemeinde einzugehen.
Die Grundidee war, Verbesserungen einzuführen, die notwendig waren um ausländische Touristen willkommen zu heißen (und die gleichermaßen das tägliche Leben der Dorfbewohner verbesserten), während gleichzeitig die traditionelle Lebensform erhalten blieb.
Felipe’s Familie, die in erster Linie von diesem Projekt berührt wurden, zeigte sofort Enthusiasmus und willigte ein. Sehr schnell, dank unserer Finanzierung und zum Teil auch durch die unternehmerischen Arbeiten im Dorf, wurden folgende Konstruktionen vorgenommen:

* Bau eines Reservoirs
* Installation von Elektrizität, angetrieben von einem unabhängigen Generator
* Bau dreier Sanitäranlagen
* Bau zweier Duschen
* Renovierungsarbeiten durch Farbanstriche
* Vergrößerung und Modernisierung der Küche mit Kacheln, um die Vorbereitung von Gerichten zu erleichtern und die Hygiene zu erhöhen
* Küchenausrüstung (Kochtöpfe, Teller, Pfannen, Essgeschirr, etc.)
* Ankauf von Sauerstoffflaschen (für Besucher, die Atemprobleme aufgrund der Höhe haben).

Diese Partnerschaft basiert auf Vertrauen und Langzeitinvestition.
Wir beabsichtigen in keiner Weise, diese Gemeinschaft zu „führen“.
Auch lehnen wir es ab, in das Management der Gemeinde einzugreifen.
Des Weiteren erhebt Terra Andina keinen Anspruch auf Exklusivität und die Gemeinde hat die Freiheiten, mit anderen Agenturen zusammenzuarbeiten.

Derzeit weist alles darauf hin, dass diese Partnerschaft, von der beide Parteien profitieren, erfolgreich war.
Die Preise der Übernachtungen und Verpflegung werden regelmäßig überprüft und erhöht. Außerdem haben unsere Kunden die Möglichkeit, an einer einzigartigen und bereichernden Erfahrung teilzunehmen.

TERRA BRAZIL

* Gehälter
- In Brasilien existiert keine Gehaltspolitik im Tourismussektor, da Brasilien weit von einem „Drittweltland“ entfernt ist. Verhandlungen sind hart und sehr konkurrenzorientiert und niedrigere Preis müssen verhandelt werden. Die Preise sind manchmal hoch im Vergleich zum gebotenen Service, weswegen eine solche Politik nicht relevant bzw. sogar kontraproduktiv wäre.
- Generell werden Brasilien und die Andenländer in einem unterschiedlichem Kontext betrachtet. Brasilien ist eines der reichsten Länder der Region. Trotz großer sozialer Ungleichheiten erfährt das Land ein enormes Wachstum. Die Tourismusindustrie ist strukturell entwickelt und ermöglicht es, Touristen auf demselben Niveau wie in Europa zu empfangen. Führer sind gut ausgebildet, oft dreisprachig und generell sehr gut bezahlt im Vergleich zu den durchschnittlichen nationalen Gehältern. Darüber hinaus erhalten die Führer eine Kommission für jeden Erwerb, den ein Tourist tätigt (im Durchschnitt 10% jedes Einkaufs). Die Schwierigkeit liegt darin, gute Führer zu finden, die sich nicht nur dafür interessieren, soviel Geld wie möglich zu machen, sondern die versuchen, durch die leidenschaftliche Ausführung ihres Berufs einen Lebensunterhalt zu verdienen.

Ein Langzeitentwicklungsprojekt im dem ökologischem Schutzgebiet Joatinga
- Innerhalb dem ökologischen Schutzgebiet Joatinga und Mamangua gibt es 12 „Caiçaras“ Gemeinden, die originäre Kultur der Region, welche weder über Straßenanschluss noch Elektrizität verfügen.
Diese Bevölkerungsgruppe, hauptsächlich Fischer, lebt unter den Einschränkungen, die ein Leben in einem ökologischen Schutzgebiet bestimmen: das Verbot, Bäume zu fällen, zu jagen und zu bauen und die Verringerung von Anbauflächen, welche zur Landwirtschaft genutzt werden können.
Mit zunehmender Intensität des industriellen Massenfischfangs über die letzten Jahrzehnte hinweg und der daraus folgenden Konsequenz, dass das Fischmengenvolumen in der Nähe der Küste stark reduziert ist, wird das Einkommen aus dem Fischfang von Jahr zu Jahr geringer. Während es den „Caiçaras“ vor 10 Jahren noch gelang, ganz ordentlich von Fischfang und Landwirtschaft zu leben, wurden diese zwei Einkommensquellen stark reduziert. Die Weiterführung ihrer traditionellen Lebensführung ist somit bedroht. Die Emigration der jungen Leute in die großen Städte lassen die Legionen billiger Arbeitskraft anschwellen. Sie verlassen ihr Heimatland, das von Immobilieninvestoren aufgekauft wird, welche die Umweltschutzgesetzte umgehen.
Die Situation ist jedoch nicht so hoffnungslos wie sie erscheint und Ökotourismus stellt dabei eine reale Alternativlösung dar. Über die letzten 3 Jahre hinweg haben wir aktiv daran gearbeitet, eine Struktur für einige dieser Dörfer (Ponta Negra, Sono, Cajaiba) zu entwickeln. Die Aufnahme kleiner Wandergruppen stellt eine signifikante Einnahmenquelle für die Region dar.
Zwei Gruppen pro Monat sind ausreichend, um die Einkommenslücke aus Fischerei und Landwirtschaft zu füllen.
Für 2005 konnten – was 2006 bestätigt wurde – sichtliche Erfolge verzeichnet werden. Unser Ziel ist es, ein Minimum von 2 – 3 Gruppen pro Monat in die Dörfer zu bringen.

Ein Fischer verdient ungefähr 15, - bis 20,- R$ / Tag (ungefähr 5.- Euro). Die Verteilung des Geldes aus dem Tourismus ist realistisch (das, was Terra Brazil direkt vor Ort bezahlt).

* Eine Übernachtung inkl. Frühstück: 10.- Euro / Person
* Eine Mahlzeit, auf lokalen Produkten basierend: 5.- Euro / Person
* Ein Angelausflug: 5.- Euro / Person
* Lokaler Führer: 31.- Euro / Tag / Gruppe
* Teilnahme an der Verbesserung unseres „Mehlhauses“: 18.- Euro / Gruppe
* Transportboote: 200.- Euro / Gruppe
* Kanus, Ausflüge, etc.

Die Entwicklung von Ökotourismus, der die lokale Kultur und den Respekt vor der Umwelt fördert, konnte bereits positive Resultate erzielen:

* Schaffung einer zusätzlichen Einkommensquelle
* Verbesserung der respektiven Strukturen
* Qualifikation junger Leute als Tourguides
* Ermutigung, ein „Caiçaras“ Kulturhaus zu erstellen

Austausch zwischen Brasilianern und ausländischen Besuchern

TERRA MAYA UND TERRA PATAGONIA

Das Jahr 2006 ist der Eröffnung dieser zwei Agenturen gewidmet. Wir müssen jedoch bis 2007 oder 2008 warten, bis wir konkrete Projekte, die unseren Einsatz für verantwortungsbewussten Tourismus zeigen, veröffentlichen können.


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